Beziehungssucht überwinden

Wer unter einer Beziehungssucht leidet, versucht nicht gerade selten alles, um mit einer bestimmten Person zusammen sein zu können. Oft geben Beziehungssüchtige sich selber dabei völlig auf und nehmen überdies für sie oft sehr unangenehme Begleitumstände in Kauf, damit sie mit einem Partner leben können. Oft haben die Betroffenen Probleme damit, überhaupt für längere Zeit alleine sein zu können oder machen ihr Wohlbefinden davon abhängig, mit einem Menschen zusammen zu sein, ohne den sie meinen, nicht mehr leben zu können. Vielfach leiden Beziehungsabhängige auch unter einer Co-Abhängigkeit. Eine Beziehungssucht besteht oft, wenn einer der beiden Partner ein Alkoholproblem hat. Der eine ist vom Alkohol abhängig und der andere ist wiederum auf die Sucht des Partners fixiert, indem er es sich zur Lebensaufgabe macht, den Süchtigen vom Alkohol zu befreien.

Oft eine Beziehungssucht aber auch ein Hinweis auf eigene, ungelöste Probleme. Oft war es dem Betroffenen nicht möglich, diese für sich selber zu lösen. Nun wird die momentane Beziehung dazu benutzt, um vergangene Dinge zu klären. Oft ist der Betroffen der Meinung, dass der Partner einem alle Sorgen abnimmt und der Schlüssel zum Glück in den Händen dieser Person liegt, ohne die das Leben sinnlos erscheint.

Der Beziehungssüchtige sieht in der Beziehung also vielfach die Lösung für alte Verwundungen oder nicht gelöste Probleme, für innere Einsamkeit oder Leere. Der Wunsch nach der Beziehung steht für den Betroffenen im Mittelpunkt seines gesamten Tuns, er hat oft für anderes überhaupt keine Kraft oder Energie mehr. Er kümmert sich mitunter kaum noch oder nur unzureichend um sich selber. Freunde werden vernachlässigt, da sich alles darum dreht, dem anderen nahe zu sein oder ihm näher zu kommen. Dabei schwanken die Gefühle des Betroffenen nicht selten zwischen Liebe und Hass. Oft steht eine starke, romantisch verklärte Verliebtheit im Vordergrund.

Auf der körperlichen Ebene produziert ein Beziehungssüchtiger PEA, eine chemische Substanz, die ein sehr positives, einer Verliebtheit überaus ähnliches Hochgefühl produziert. Wenn die Person, die der Beziehungssüchtige so nötig zu brauchen meint, aus seinem Leben verschwindet oder er sie an sich nicht zu binden vermag, reagiert er darauf mit körperlichen Entzugserscheinungen wie Zittern, innerer Unruhe oder Appetitverlust.

Wer unter einer Beziehungssucht leidet, sollte sich professionelle Hilfe suchen, da er alleine oft schwer aus dem Suchtkreislauf ausbrechen kann. Er kann sich an einen Therapeuten oder an eine Beratungsstelle wenden. Es gibt aber auch in vielen größeren Städten Selbsthilfegruppen für Beziehungssüchtige.

Der Therapeut unterstützt den Beziehungssüchtigen darin, seine Beziehungssucht zu erkennen. Anschließend sollte der Betroffene herausfinden, was er für sich selber tun kann: Wo liegen seine Schwächen und Stärken? Kann er sich selber akzeptieren und lieben? Was möchte er in seinem Leben verändern?

Genauso wie der Alkoholiker Bier oder Wein meidet, sollte der Beziehungssüchtige versuchen, erst einmal alleine zu leben und eigene Interessen und Aktivitäten in den Mittelpunkt zu stellen. Die Gefahr, in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, ist für einen Beziehungssüchtigen gerade in Krisensituationen sehr hoch. Manche Therapeuten oder Selbsthilfegruppen geben dem Betroffenen daher ein 12-Schritte- Programm an die Hand, um ihnen so mittels Richtlinien, Vorschlägen oder Affirmationen zu helfen.

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