Fakes in Singlebörsen erkennen

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Singlebörsen im Internet erfreuen sich sehr großer Beliebtheit. Noch nie war es leichter und schneller möglich, mit neuen Menschen in Kontakt zu treten, sich zu verabreden und mit ein wenig Glück dabei sogar einen passenden Partner zu finden. Doch wie immer wo sich Menschen zusammen finden, tummeln sich direkt auch einige schwarze Schafe, die die Hoffnung und Einsamkeit vieler Menschen schamlos für den eigenen Profit ausnutzen. Dies geschieht mit so genannten Fake-Profilen, mit welchen Täter unbemerkt in Kontakt mit ihren potenziellen Opfern treten können.

Der Begriff Fake-Profile steht dabei für Profile, die in Single-Börsen angelegt werden, ohne dass die darin beschriebenen Menschen überhaupt existieren. Der Begriff Fake kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Fälschung. Nicht nur bei Alter und Größe werden freie Werte eingetragen, meist ist das gesamte Profil frei erfunden, es handelt sich somit um unechte Profile. Angelegt werden diese aus verschiedenen Gründen. Dies können die Internetbetreiber selbst sein, die mit Hilfe dieser Profile eine hohe Mitgliederzahl vorweisen möchten. Denn nur wer über viele Mitglieder verfügt, kann sicher gehen, dass sich auch weiterhin viele neue, potenzielle Mitglieder anmelden. Zum anderen können auf diesem Weg aber auch Überschüsse ausgeglichen werden. Wenn beispielsweise weit mehr Männer als Frauen angemeldet sind, erstellen Singlebörsen-Betreiber Profile von Frauen, um diesen Überschuss optisch auszugleichen.

Die meisten Fake-Profile werden jedoch aus Profitgründen angelegt. Wenn in einem Profil der Verweis auf eine andere Single-Plattform vorhanden ist, handelt es sich in der Regel um einen Fake. Sinn dieser Accounts ist es, Nutzer der Singlebörsen zu einer Registrierung auf anderen Seiten zu bewegen, wobei dieser Service meist kostenpflichtig ist. Die Fake-Profile werden dazu benutzt, neue Mitglieder anzulocken und somit den Gewinn des Unternehmens zu steigern.

Einige Portale bieten auch die Möglichkeit, per SMS mit den potenziellen Singles in Kontakt zu treten. Dabei werden Fake-Profile von Frauen oder Männern erstellt, hinter denen sich aber lediglich Mitarbeiter der Firma befinden. Nutzer dieses SMS-Service schreiben somit ungemein attraktive Menschen an, in der Hoffnung eines Treffens oder gar mehr und ahnen nicht einmal, dass die einzige Person, die ihnen daraufhin antwortet, ein Mitarbeiter der Single-Börse ist. Neben dem Vortäuschen falscher Tatsachen werden die Nachrichten dabei auch noch zu Sondertarifen berechnet, was das Chatten mit dem Fake-Account sehr schnell zu einem teuren Vergnügen werden lässt. Zu einem Treffen kommt es in diesen Fällen nie, Telefonate können nur über kostenpflichtige Sonderrufnummern geführt werden.

Viele Fake-Profile werden auch angelegt, um sich sogenannte Scamming-Opfer zu suchen. Scamming kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie Vorschussbetrag. In diesem Fall bitten Fake-Profile Nutzer um Geld und versprechen ihnen dabei einen Profit. Zuvor schreiben die meist ausländischen Täter die Opfer an, unterhalten sich einige Zeit mit Ihnen und bauen somit Vertrauen auf. Nach kurzer Zeit werden bereits große Gefühle vorgespielt, von ewiger Liebe gesprochen und dass man den anderen nicht mehr verlieren möchte. Hat das Opfer angebissen, schlägt die Falle zu. Nun wird um Geld für beispielsweise ein Ticket zum Treffen, für Internetgebühren, um sich weiter schreiben zu können oder für lebensnotwendige Operationen gebeten. Die meisten Nutzer überweisen daraufhin gutgläubig und von Gefühlen geblendet das Geld und sehen weder dieses, noch den Online-Flirt je wieder.

Dennoch muss man sich keine Gedanken machen, auch Opfer eines solchen Betruges zu werden, denn einen Fake zu erkennen, ist mit wachsamen Augen gar nicht weiter schwer. Vorsicht ist geboten, wenn das Profil mit professionellen Fotos geschmückt ist. Oftmals sind diese sehr aufreizend und werden von Brüsten, dem Hintern oder anderen erogenen Zonen dominiert. Mag dies zwar vielleicht ein schöner Anblick sein, sollte man sich dennoch fragen, welche Frau, die an einer ernsthaften Beziehung interessiert ist, solche Bilder von sich online stellen würde. Auffällig ist ebenso, wenn die Nachrichten des Mitglieds nach Sammelnachrichten klingen, sprich sie sind sehr allgemein gefasst, gehen eigentlich auf keine Frage, die zuvor gestellt wurde, ein, passen nicht zur restlichen Konversation – kurz: Sie sind so gehalten, dass sie förmlich auf jeden Nutzer der Singlebörse zutreffen und dementsprechend auch an alle verschickt werden könnten. Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn der Flirtpartner zu schnell von großen Gefühlen spricht. Liebesschwüre per Nachricht oder Chat nach kürzester Zeit können niemals realistisch und somit nur ein Vorwand sein, sich den Nutzer schnell gefügig zu machen. Spätestens wenn ein Flirtpartner um Geld bittet, ist der Zeitpunkt gekommen, den Kontakt umgehend abzubrechen.

Um den Fake-Profilen entgegen zu wirken, unterziehen viele Singlebörsen die angemeldeten Nutzer einem so genannten Seriositätstest. Dabei muss beispielsweise eine Kopie des Personalausweises per Fax oder Post geschickt werden, um die Echtheit der eigenen Person zu bestätigen. Zwar ist diese Prüfung aufwendig, jedoch wird hierdurch sicher gegangen, mit echten Menschen aus dem realen Leben zu kommunizieren. Auch gibt es für Mitglieder die Möglichkeit, auffällige Profile zu melden. Diese werden daraufhin von Mitarbeitern überprüft und bei Auffälligkeiten gelöscht.

Doch was soll ein Nutzer tun, wenn er glaubt, auf ein Fake-Profil gestoßen zu sein? Im ersten Schritt sollte er das Profil beim Betreiber der Singlebörse melden. Mitarbeiter können den Nutzer prüfen und oftmals über Echtheit oder Fake unterscheiden. Da jedoch viele Singlebörsen selbst solche Accounts erstellen, um Mitglieder bei Laune zu halten und ihnen Hoffnungen auf Treffen mit sonst unerreichbaren Männern oder Frauen zu machen, könnte der Betreiber im schlimmsten Fall nicht auf die Meldung reagieren. In diesem Fall lohnt es sich, selbst die Initiative zu ergreifen. Zuerst sollte das Fake-Profil gesperrt werden. Viele Single-Börsen bieten die Funktion an, andere Mitglieder auf eine Ignorieren-Liste zu setzen, sodass diese einen nicht mehr kontaktieren oder das eigene Profil einsehen können. Somit sind Flirtanfragen oder Nachrichten von unseriösen Nutzern schon einmal vereitelt. Doch der wichtigste Tipp, den es zu beachten gilt, ist, dass der Fake-Kontakt auf keinen Fall angeschrieben werden sollte. Zum einen kann solchen unechten Profilen nur vorgebeugt werden, wenn man ihnen keine Beachtung mehr schenkt. Zum anderen ist somit die Gefahr gleich null, doch auf solch ein Profil herein zu fallen.

Wer die Augen bei der Partnersuche im Internet offen hält, läuft weniger Gefahr, auf einen Fake herein zu fallen. Mit gutem Gespür, Menschenkenntnis und einem Hauch Bauchgefühl kann somit doch ein passender Partner für eine glückliche und erfüllte Beziehung gefunden werden.

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2 Kommentare

  1. Anonymous 3. April 2014 at 00:31 - Reply

    Sehr gut erklärt entspricht voll der Wahrheit.

  2. Emwar 12. November 2014 at 19:27 - Reply

    Bei einer Singlebörse wurde ich sogar deswegen Rausgeworfen. Ich rede von der Kölner-Singles. Alles nur Betrug. Besonders Auffällig ist es, wenn so ganz und garkeine Meldung von der Frau zurück kommt. Entweder waren alle Frauen die ich Angesprochen habe total unhöflich, oder sie waren eben Fakes. Und wie sich heraus gestellt hat, hatte ich recht. Es waren Fakes.

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