Kompromisse in einer Beziehung eingehen

Eine Partnerschaft oder auch die Eheschließung ist für die meisten Menschen ein Ziel, welches sie im Leben erreichen möchten. Zwei Menschen die im Idealfall den Rest ihres Lebens miteinander teilen oder aber zumindest einen Lebensabschnitt. In der Anfangsphase einer Beziehung gibt es meist wenige Schwierigkeiten, da frisch verliebte Menschen meist noch die berühmte, rosarote Brille tragen. In langfristigen Verbindungen zwischen zwei Partnern kann es jedoch durchaus zu Alltagsproblemen kommen. Es ist allerdings durchaus möglich, wenn beide Partner dazu bereit sind, mit Hilfe von Kompromissen eine erfüllte Beziehung zu führen.

Zwei Welten prallen aufeinander – Kompromisse im Alltag

Wenn sich zwei Menschen neu kennenlernen, haben sie bereits eines gemeinsam. Beide potentiellen Partner haben eine Vergangenheit, einen Freundeskreis, Familien, Gewohnheiten und Eigenarten. Wird aus zwei unterschiedlichen Leben nun ein gemeinsames, kann es zu geringen oder auch größeren Schwierigkeiten im Alltag kommen. Es gibt zahlreiche Umstellungen für beide, denn insbesondere wenn sich das Paar eine gemeinsame Wohnung teilt, wird Rücksicht zu einem wichtigen Begriff.

Je unterschiedlicher die Partner sind, umso mehr Reibungspunkte gibt es. Ein Partner geht gern früh zu Bett, der andere ist eine Nachteule. Einer schaut gern Fußball im TV, der andere überhaupt nicht. Ein Partner lädt gern Freunde nach Hause ein, der andere geht lieber aus. So und ähnlich können die Konfliktsituationen aussehen und es kann zu ersten Schwierigkeiten in der Partnerschaft kommen. Wie verhält sich ein Paar richtig, wenn beide unterschiedliche Interessen haben, dennoch aber ein gemeinsames Leben angestrebt wird? Das Zauberwort sind Kompromisse. Es wird nie gelingen, beide zu 100 Prozent zufrieden zu stellen, doch für die große Liebe sind die meisten Menschen gern bereit, auch etwas auf den anderen zuzugehen.

Schaut beispielsweise ein Partner gern an jedem Samstag Sport im TV an, der andere möchte jedoch zur gleichen Zeit etwas anderes ansehen, muss es keinen Streit und keine Tränen geben, wenn ein Kompromiss geschlossen wird. Abhilfe könnte z.B. ein zweiter Fernseher machen, so dass Mann und Frau beide auf ihre Kosten kommen und das Wunschprogramm sehen können. Ein Kompromiss wäre aber auch, wenn beide erst gemeinsamen Sport ansehen und die andere Sendung aufzeichnen und später dann gemeinsam die Aufzeichnung angesehen wird. Es gibt viele Möglichkeiten in einer Beziehung einen Kompromiss einzugehen, ohne das es nennenswerte Verzichte für einen der beiden Partner gibt.

Schwierige Konflikte durch Kompromisse lösen

Während Uneinigkeit beim TV-Programm noch zu den kleineren Partnerschaftskonflikten gehört, gibt es durchaus auch Beziehungen, wo größere Kompromisse gefragt sind. Eine häufige Schwierigkeit stellt der Freundeskreis beider Partner dar. Der männliche Part hegt keine Sympathie gegenüber der besten Freundin seiner Partnerin oder umgekehrt. Auch solche Situationen lassen sich durch Kompromisse häufig lösen. Wenn sich die Freunde mit dem Partner nicht vertragen oder nur gezwungener Kontakt möglich ist, werden eben getrennte Unternehmungen geplant. Während die Frau also mit ihrer besten Freundin unterwegs ist, die vom Partner nicht besonders geschätzt wird, kann dieser einen schönen Herrenabend mit seinen Freunden verbringen. Auf diese Weise muss niemand auf seine Freunde verzichten und gleichzeitig muss der Partner keine Zeit mit Menschen verbringen, die nicht auf seiner Wellenlänge liegen.

Erfolgreich Kompromisse schließen ist durchaus möglich

Eine Partnerschaft ohne die Bereitschaft auch einmal einen Kompromiss einzugehen ist relativ aussichtslos. Es wird immer wieder Situationen im Alltag geben, wo einer der beiden Partner Zugeständnisse machen muss, während der andere seiner Linie treu bleiben kann. Um keine dauerhafte Unzufriedenheit hervor zu rufen, sollten Kompromisse immer im Wechsel geschlossen werden. Wenn sich keiner der beiden Partner benachteiligt fühlt bei der Kompromissschließung, entsteht seltener Konflikte und Streitsituationen.

Wie erfolgreich Kompromisse sind liegt auch daran, wie sehr die beiden Personen bereit sind, für die Liebe auf eingefahrene Gewohnheiten zu verzichten oder auch einmal dem anderen etwas zu gönnen und selbst nichts zu bekommen. Je intensiver die Zuneigung für den anderen ist, umso eher ist der Mensch in der Regel bereit, für das Glück des anderen zu verzichten. Wenn der bevorzugte Partner es dann schafft, für den verzichtenden Part einen Ausgleich zu schaffen, steht einer glücklichen Beziehung nichts im Wege.

Zu unterschiedliche Lebensvorstellungen machen Kompromisse unmöglich

Bis zu einem gewissen Punkt ist es möglich durch Kompromisse die Schwierigkeiten in einer Partnerschaft zu reduzieren. Nicht mehr möglich ist dies jedoch dann, wenn sich die Lebensplanung und die Wünsche so drastisch voneinander unterscheiden, dass ein Partner immer unglücklich bleiben würde. Wünscht sich beispielsweise die Frau in einer Partnerschaft unbedingt ein Kind, der Mann möchte jedoch zwingend kinderlos bleiben, wird dieses Paar nur schwer einen Kompromiss schließen können. Solche Probleme können nur dann gelöst werden, wenn ein Partner bereit ist auf seinen Wunsch zu verzichten. Sinnvoll ist der Verzicht auf Lebensträume und Wünsche jedoch nur dann, wenn der betroffene Partner nicht unterschwellig sein Leben lang darunter leiden würde. Sollten die Lebensumstände so verschieden sein, dass sich keine Basis und kein Kompromiss für ein gemeinsames Leben finden lässt, ist eine Trennung manchmal der einzige Kompromiss, der für beide noch akzeptabel ist.

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