Angst in der Beziehung verletzt zu werden

Gemeinsam an dem gegenseitigen Vertrauen arbeiten

Die Angst davor verletzt oder sogar betrogen zu werden geht in der Regel mit nicht ausreichendem Vertrauen in der Partnerschaft einher. Um die Angst zu bewältigen ist es daher in erster Linie wichtig, dass wieder ein gewisses Grundvertrauen herrscht und Paare so in unterschiedlichen Situationen ruhiger reagieren. Um an dem gegenseitigen Vertrauen zu arbeiten, sollte sich ein Paar zusammensetzen und darüber sprechen. Kommunikation ist das A und O in jeder Partnerschaft. Es sollte in erster Linie über die Ursachen gesprochen werden und über Möglichkeiten nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen. Haben die Ängste ihren Ursprung in bereits vergangenen Beziehungen, so ist auch dies ein wichtiger Aspekt der angesprochen werden sollte. Auf diese Weise wird es für den Gesprächspartner nachvollziehbarer, weshalb der ängstliche Partner in bestimmten Situationen übermäßig eifersüchtig oder verärgert reagiert.

Um wieder ein gesundes Vertrauen herzustellen, ist in einer Beziehung gegenseitige Offenheit von großer Bedeutung. Verheimlichungen und Ausreden können das über einen langen Zeitraum entstandene Vertrauen innerhalb kürzester Zeit wieder zerstören. Unwahrheiten führen grundsätzlich zu einem starken Misstrauen und lassen sich nur schwer wieder aufarbeiten. Beide Partner einer Beziehung sollten deshalb stets über ihre Gefühle reden und dem jeweils anderen Partner offen und ehrlich mitteilen was sie bedrückt – ohne dabei verletzend zu sein. Auch sollte angesprochen werden, welche Dinge die Partnerschaft ausmachen und was für eine große Rolle der jeweils andere Partner im eigenen Leben einnimmt. Solch positive Gespräche führen dazu, dass sich beide Partner geliebt fühlen und ihrer Zusammengehörigkeit bewusst sind.

Gefühle zulassen und dem Partner mitteilen

Um die Angst davor verletzt zu werden reduzieren zu können, ist es empfehlenswert Gefühle gegenüber dem Partner zu jeder Zeit offen zuzulassen und auf eine liebevollen Art und Weise zu kommunizieren. Wer seinen Partner wirklich liebt und übermäßige Angst hat verletzt zu werden, sollte dies dem Partner mitteilen. Die Angst vor Enttäuschung und Verletzung in einer Beziehung entsteht häufig auch aus dem Gefühl nicht geliebt zu werden. Dessen sollten sich beide Partner in einer funktionierenden Partnerschaft bewusst sein und dem jeweils anderen Partner immer wieder mitteilen, wie stark die Gefühle sind und wie sehr dieser geliebt wird. Durch die regelmäßige Botschaft geliebt und gebraucht zu werden, wird die Angst ganz automatisch abnehmen. Das Gefühl der Sicherheit wird durch die Zuneigung und Zärtlichkeit des Partners stark zunehmen. Unabhängig von der Angst, ist das Gefühl von Geborgenheit und Zuneigung in jeder Partnerschaft von großer Bedeutung und sollte gepflegt werden.

Unstreitig ist auf jeden Fall, dass die Partner sich bei der Angstbekämpfung gegenseitig unterstützen können und auch sollten, um wieder unbeschwerter die gemeinsame Zeit genießen zu können. Die Mithilfe des jeweils anderen Partners ist somit von besonderer Bedeutung. Gemeinsam daran zu arbeiten ist nicht nur förderlich an sich, sondern hilft insbesondere dabei eine für beide Partner zufriedenstellende Lösung für das Problem zu finden. Liebende haben so die Möglichkeit wieder glücklich in eine gemeinsame Zukunft zu blicken. Gemeinsame Gespräche sollten unbedingt regelmäßig stattfinden – aber dennoch nicht Überhand nehmen. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Partner nicht übermäßig mit den eigenen Ängsten belastet wird, da dieser sich sonst schnell unwohl fühlt in der Partnerschaft.

Abgesehen werden sollte bei Gesprächen über Ängste vor allem von Unterstellungen und Vorwürfen. Es sollte sachlich geredet werden, da dies der beste Weg ist von dem jeweiligen Partner verstanden zu werden. Dem Gegenüber wird so zudem die Gelegenheit gegeben sich zu erklären und Stellung zu nehmen. Allein diese Gespräche dürften dazu führen, dass dem ängstlichen und verzweifelten Partner ein großer Teil seiner Angst genommen wird.

Realistische Betrachtungsweise der Angst

Ängste sollten aus einer neutralen Perspektive betrachtet werden. Hierbei hilft es sich in die Rolle einer dritten Person zu versetzen und zu überdenken, wie diese neutrale Person über die eigenen Ängste und deren Ursachen urteilen würde. Auf diese Weise lässt sich feststellen, ob die Ängste wirklich angemessen oder komplett unbegründet sind und somit das persönliche Glück unnötig erschweren.

Es ist zu beachten, dass es nicht sinnvoll ist sich von irgendwelchen Vorstellungen, Risiken und möglichen Enttäuschungen leiten zu lassen, die eintreten könnten. Im Hinblick auf die Angst ist es wenig sinnvoll sich stets auszumalen, welche Enttäuschungen und Verletzungen durch den Partner alle eintreten könnten und wie schlimm das für einen selbst wäre. Deshalb sollte stets ein nüchterner Blick auf die Beziehung geworfen werden ohne aufgrund nicht eindeutiger Anhaltspunkte falsche Schlüsse zu ziehen. Sich in gewisse Horrorszenarien hineinzusteigern und auszumalen wie die Situation wohl ausgehen würde, verschlimmert die Angst nur. In der Regel ist es so, dass ängstliche Personen, wenn sie aufgefordert werden ihre Ängste auf bestimmte und reale Anhaltspunkte und Tatsachen zu stützen, schnell feststellen müssen, dass die Angst im Prinzip absolut unbegründet ist. Eine realistische und tatsachenorientierte Betrachtungsweise im Bezug auf die Ängste ist daher stets zum empfehlen, damit die Partnerschaft nicht unnötig darunter leidet.

Risikobereitschaft – Angst verhindert das persönliche Glück

Eine gewisse Angst vor Verletzung und Enttäuschung in der Partnerschaft steckt in jedem Menschen. Personen die in einer Beziehung leben möchten den jeweiligen Partner nicht verlieren und sind meist geprägt von der Vorstellung, dass das Glück ewig anhält. Übersteigt die Angst jedoch ein gesundes Maß ist sie im Hinblick auf eine glückliche Beziehung eher hinderlich. Ein gewisses Risiko steckt in jeder Partnerschaft, da es eine Garantie für absolute Treue, Zuneigung etc. nicht gibt und auch in Zukunft niemals geben wird. Es ist jedoch wichtig abzuwägen, ob die Angst dem eigenen Glück wirklich im Weg stehen sollte um sich vor Enttäuschungen zu schützen oder es sich lohnt eine Partnerschaft einzugehen und damit ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Ängste sollten in jedem Bereich des Lebens immer in einem gesunden Verhältnis zur realen Situation stehen.

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