Beziehungsunfähig – Ursachen für Beziehungsunfähigkeit

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Die Beziehungsunfähigkeit stellt eine ernst zu nehmende Problematik dar. Die Ursachen sind häufig tief im Unterbewusstsein verwurzelt. Der Grat zwischen Beziehungsangst und tatsächlicher Beziehungsunfähigkeit ist schmal. Während sich die Ängste vor einer festen Bindung durchaus überwinden oder lindern lassen, leiden beziehungsunfähige Menschen unter einem schwer wiegenden Problem, das selbstständig nur schwer zu lösen ist.

Eine partnerschaftliche Bindung erfordert bestimmte Voraussetzungen und Fähigkeiten von beiden Seiten. Vertrauen, Kompromissbereitschaft und Offenheit sind wichtige Grundlagen einer funktionierenden Liebesbeziehung. Dabei spielt gegenseitiges Empathievermögen eine zentrale Rolle – sich in den anderen hinein versetzen, seine Bedürfnisse erkennen und respektieren. Eine feste Beziehung bringt Verpflichtungen und Verbindlichkeiten mit sich. Je länger die Bindung andauert, desto enger wird sie. Zumindest ein Partner wünscht sich wahrscheinlich irgendwann, dass sich das Zusammensein weiter entwickelt, auf die nächste Ebene getragen wird. Dies sind normale Bestandteile einer intakten zwischenmenschlichen Beziehung.

Beziehungsunfähige Menschen sind nicht in der Lage, eine enge Bindung aufrecht zu erhalten. Dies ist ihnen selbst oft gar nicht in vollem Maße bewusst. Sie haben sich nicht aktiv dazu entschieden, keine feste Beziehung einzugehen. Im Gegenteil, sie sehnen sich nach Liebe und Nähe, sind unentwegt auf der Suche nach dem Glück. Gleichzeitig sind sie jedoch unfähig, sich voll und ganz auf einen Menschen einzulassen und wechseln ihre Partner meist häufig. Sie sind nicht bereit, Kompromisse einzugehen, verhalten sich egoistisch, stellen die eigenen Bedürfnisse über die des Partners. Ihre Gefühle geben sie nicht preis, zeigen sich kühl und distanziert.

Es lässt sich leider nicht immer frühzeitig erkennen, dass das Gegenüber beziehungsunfähig ist. In der Anfangsphase vermitteln diese Menschen dem Partner das Gefühl, er oder sie stehe an erster Stelle und sie würden gerne mehr Zeit gemeinsam verbringen. Wirklich beziehungsunfähige Menschen bezeichnen sich selbst nicht unbedingt als solche. Möglicherweise sind sie sich ihres Problems nicht einmal bewusst und suchen die Fehler permanent bei anderen. So wird ein Rahmen geschaffen, in dem die Beziehung zunehmend an den Rand gedrängt wird.

Verpflichtungen wie Arbeit oder zeitintensive Hobbys fungieren als Ausreden, um sich persönlich abzugrenzen. Die vermeintlich geliebte Person wird auf Distanz gehalten. Der beziehungsunfähige Mensch schließt den Partner aus den eigenen Lebensbereichen aus, stellt ihn beispielsweise nicht den Freunden oder der Familie vor. Erklärt wird derartiges Verhalten damit, dass doch jeder seinen eigenen Lebensbereich brauche und die persönliche Freiheit wichtig sei für das Zusammensein. Für die beziehungsunfähige Person sind dies jedoch lediglich Vorwände, um sich nicht in die gefürchtete Abhängigkeit zu begeben. Es werden nicht Freiräume aufrecht erhalten, sondern Mauern aufgebaut.

Der oder die Beziehungsunfähige kann und will sich nicht festlegen. Daraus resultieren oft Verhaltensmuster, die langfristig auf ein Scheitern der Beziehung abzielen. Bewusst oder unbewusst wird der Partner belogen und verletzt. Auseinandersetzungen werden provoziert, Streitereien initiiert. Unzuverlässigkeit ist ein weiteres häufig auftretendes Symptom. Verabredungen werden nicht eingehalten, alles soll möglichst unverbindlich sein. Pläne werden entweder grundsätzlich abgelehnt oder es wird vor der Umsetzung ein Rückzieher gemacht.

Auf subtile Weise wird so der Weg für das Ende der Beziehung geebnet. Aus Angst vor Verletzungen wird präventiv die Rolle des Verletzenden eingenommen. Der beziehungsunfähige Mensch möchte dem anderen zuvor kommen. Die sich dahinter verbergende Unsicherheit kann verschiedene Verhaltensweisen auslösen, von der Launenhaftigkeit bis zur Untreue. Ein weiteres Merkmal der Beziehungsunfähigkeit besteht in übertrieben hohen Ansprüchen, die an den Partner und die Beziehung gestellt werden. Dass das Gegenüber diesen Anforderungen nicht entsprechen kann, liefert später die Rechtfertigung für das Scheitern der Beziehung. Beziehungsunfähige Menschen arbeiten häufig mittels destruktiver Verhaltensweisen einer Trennung entgegen.

Für den Partner stellt das Ganze oftmals ein Rätsel dar. Er / sie kann nicht nachvollziehen, wieso sich der andere so verhält und sich nicht mitteilt. Beziehungsunfähige Menschen sind meist emotional sehr verschlossen und nicht fähig, sich Mitmenschen gegenüber zu öffnen. Es scheint ihnen unmöglich, ihre Gefühle und Ängste zu verbalisieren. Aus diesem Unvermögen resultiert eine abweisende Haltung, die sich überaus negativ auf das zwischenmenschliche Verhältnis auswirkt. Nicht selten wechseln sich Trennungen und Versöhnungen ab, bis einer den endgültigen Schlussstrich zieht.

Die mangelhafte Kommunikation der Betroffenen verhindert in vielen Fällen, dass dem Problem entgegen gewirkt werden kann. Da beziehungsunfähige Menschen oftmals nicht in der Lage sind, ihrem Gegenüber mitzuteilen, was in ihnen vorgeht, bleibt der Partner außen vor. Daher ist der erste Schritt zur Lösung des Problems, dieses überhaupt zu erkennen und zu thematisieren. Schwierig ist dies vor allem, wenn die Ursachen der Beziehungsunfähigkeit in der frühen Kindheit liegen.

Wenn es in den ersten Lebensjahren an Liebe und Fürsorge mangelt, setzt sich dieser Zustand im Unterbewusstsein fest. Ein solches Defizit hat Einfluss auf das gesamte Leben und lässt sich nicht so einfach abschütteln. Es erfordert vor allem Zeit und die Geduld beider Partner. Ist die Beziehungsunfähigkeit nicht in der Kindheit begründet, sind oft vorangegangene Partnerschaften die Ursache. Verletzungen und Enttäuschungen können sich zur Bindungsphobie entwickeln. Diese Erfahrungen lassen sich oft leichter aus eigener Kraft aufarbeiten, da die Ursachen einfacher identifiziert werden können.

Wer den Verdacht hat, beziehungsunfähig zu sein, sollte dies nicht als Gegebenheit hinnehmen, sondern sich an die Lösung des Problems machen. Darüber zu sprechen ist schwierig, aber nicht unmöglich. Sich selbst und den potenziellen Lebensgefährten mit den Tatsachen konfrontieren ist notwendig, um sich aus der fortlaufenden Spirale missglückender Beziehungen zu befreien. Ängste müssen erkannt und benannt werden.

Nur so hat der Partner die Möglichkeit, Verständnis aufzubringen und Unterstützung zu geben. Ist die Liebe groß genug, besteht die Chance, langsam zu lernen, eine Beziehung zu führen. Kleine Schritte, Verständnis und intensive Gespräche sind nötig, um Fortschritte zu erzielen. Professionelle Hilfe ist oft unerlässlich und eine gute Möglichkeit, sich dem Problem zu nähern. Unterstützende Beratung, Ursachenerforschung und Aufarbeitung helfen dabei, beziehungsfähig zu werden.

Der Weg aus der Beziehungsunfähigkeit ist kein leichter. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der den Beteiligten einiges abverlangt. Doch am Ende steht die Aussicht auf eine glückliche Partnerschaft mit Zukunftsperspektive.

In unserem E-Book erklären wir, wie Beziehungsunfähigkeit und Bindungsangst zustande kommen und wie man effektiv dagegen vorgehen kann. Darüber hinaus enthält unser E-Book drei echte Erfahrungsberichte von Männern und Frauen, die ihre Bindungsangst erfolgreich überwunden haben. Hier erfahren Sie mehr darüber.

20 Kommentare

  1. Michael Mustermann 26. Februar 2011 at 17:58 - Reply

    Vielen Dank für diesen Artikel. Allerdings fehlen mir noch die Quellenangaben, bzw. der Beruf des Verfassers. Wer hat diesen Artikel verfasst? ein Psychologe, ein Jurnalist?

    es wäre schön, wenn wenn wir das noch erfahren könnten

  2. Peter 19. Juli 2012 at 10:57 - Reply

    Vielen Dank für den interessanten Artikel, dieser hat mir die Augen geöffnet. Ich habe vor 2 Monaten eine Frau kennengelernt, mit der ich mich bereits ein paar mal getroffen habe. Obwohl wir uns gut verstehen und viele Gemeinsamkeiten haben ist sie sehr abweisend wenn die Gespräche in Richtung Beziehung etc. gehen. Ich konnte das Verhalten bisher nicht nachvollziehen und habe die Fehler immer bei mir gesucht. Ich denke das war falsch, denn es gibt einfach beziehungsunfähige Menschen. Meiner Meinung nach kommt man aber so nicht auf die Welt, sondern dies ist meistens auf vergangene (schlimme) Beziehungen zurückzuführen, sodass sich ein Mensch so verschließt, dass er gar nicht mehr die Möglichkeit sieht eine neue Beziehung einzugehen.

  3. Gast 27. Juli 2012 at 11:32 - Reply

    Dieser Artikel ist überaus aufschlussreich. Ich habe gerade eine Beziehung zu einem beziehungsunfähigen Mann beendet. Wir haben uns in Freundschaft getrennt da seine Reaktionen irgendwann so unverständlich waren das ich noch nicht einmal mehr wütend reagieren konnte sondern nur noch mit Unverständnis. Das Heranziehen wechselte sich so schnell mit dem Wegstossen immer schneller ab. Dieses Wechselbad der Gefühle ist für einen “normalen, beziehungsfähigen” Menschen unerträglich und nicht erklärbar, sogar extrem verletzend. Seit der Trennung kann ich wieder schlafen und werde langsam ruhiger. Es war zwar ein sehr schwerer Schritt da wir uns sehr mögen jedoch wirkt sich das Verhalten eines beziehungsunfähigen Menschen auf die Dauer auf den Partner verheerend aus. Man zweifelt an sich, seinen Gefühlen und Reaktionen und hinterfragt sich ständig. Nach wunderbaren Abenden/Nächten mit inniger Zweisamkeit war ich nich sicher am nächsten Morgen eine e-mail oder einen Anruf zur Beendigung der Beziehung zu bekommen. Der Wunsch nach Partnerschaft wurde geäussert nur um 2 Minuten später zu beteuern “das man ja keine Beziehung wolle”. Diese Menschen sind innerlich zerrissen und verletzt was ich persönlich auch auf vorhergehende Beziehungen zurückführe.

  4. Anonymous 5. August 2012 at 21:31 - Reply

    hallo ich habe gerade einen tollen Mann kennengelernt,was das körperliche angeht ist er sehr locker aber wenn es um Gefühle geht macht er direkt zu er sagt er kann keine Gefühle zeigen oder haben, ich denke er wurde sehr verletzt wie kann ich es schaffen ihn dazu zu bekommen sich zu öffnen und liebe zuzulassen. Ich liebe ihn und würde alles dafür tun ihm die liebe wiedersehen zu lassen, nur wie ?

  5. Anonymous 6. August 2012 at 15:21 - Reply

    Ich bin geradezu erschüttert, wie sehr dieses “Bild” auf mich passt. So oft lerne ich nette Menschen kennen und merke, sobald eine gewisse Vertrauensbasis aufgebaut wird, werde ich zänkisch, bereue es, kaum dass der Partner dies akzeptiert, beginne ich wieder zu streiten. Und sehne mich doch sehr nach einer guten Beziehung. Es ist ein Teufelskreis, aus dem man nicht herauskann.

  6. kurai 20. August 2012 at 23:44 - Reply

    wow… nachdem ich gerade wieder einmal eine beziehung in den sand gesetzt habe und mit meinen 24 jahren schon ein paar wunderbaren menschen ganz grausam durch abstoßen, heranziehen, nicht wissen was mit mir los ist, warum mich blödsinn so tierisch aufregt, etc, die herzen gebrochen habe und selbst danach tagelang weine habe ich gegoogelt und bin hier gelandet… ich habs ja schon geahnt. aber nicht wahr haben wollen, die schuld bei meinen partnern unfairer weise gesucht obwohl ich wusste das ich spinne… die utopischen ansprüche zb sind sehr passend. ein prima vorwand das eine beziehung letztendlich scheitern muss… an meinen ex-freunden kanns nicht liegen, meine eltern waren sehr liebevoll und ich ein fröhliches kind. es wurde anstrengend als mein bruder geboren wurde, er ist drei jahre jünger. er war oft krank und meine mom kümmerte sich um ihn und mein vater hatte zu der zeit zwei jobs und war fast nie daheim. ob das schon für so weit reichende folgen ausreicht? ich weiß es nicht. ich rede eigentlich gerne über meine psyche und analysiere vor allem andere menschen unheimlich gern und erstaunlich genau. nur mir selbst gegenüber bin ich leider oft nicht ehrlich genug und bin ständig zwischen hass auf mich, meine art, mein erscheinen und stolz über charakterzüge hin und her gerissen. es ist schwer sich wircklich aufzuraffen um sich hilfe zu holen wenn man sich selbst für intelligent genug hält das eigentlich hinbekommen zu müssen… für mich persönlich ist es unvorstellbar mit jemandem zusammen zu kommen der davon weiß, aus angst davor er könnte mich dominieren.. dabei sehne ich mich nach ner schulter zum anlehnen. was jetzt nicht angesprochen wurde, das schlägt sich auch im sexualbereich nieder, oder? ich taumel immer in verschiedenen rollen… einerseits will ich einen starken mann, andererseits darf ich auf keinen fall das gefühl bekommen gedemütigt zu werden. der mittelweg is hart zu finden *g* ich weiß nicht ob euch das überhaupt interessiert, aber vielleicht erkennt sich ja noch wer wieder… irgendwelche armen menschen die genau so krank und bescheuert und völlig … ja.. völlig unbeholfen irgendwie, obwohl sie doch wüssten wies gehen sollte… denken und sich in ihren eigenen gehirnwindungen verlaufen… mfg

  7. Sunny 30. August 2012 at 22:02 - Reply

    Wie gut ich das kenne. Wer kann betroffenen Person helfen und wie? Gibt es bestimmte Kurse?

  8. Sunny 31. August 2012 at 08:04 - Reply

    Hallo “Kurai“!
    Dein Geschriebenes kommt mit vor, wie die Kopie eines (meines) Fotos. Genau wie Du, habe auch ich die selben Probleme.
    Ich lerne jemanden kennen, bin zunächst sehr interessiert und happy. Dann kommt es irgendwann zu einem Treffen. Entweder bin ich schon beim ersten Sehen total gestresst, nach ein paar Wochen oder nach wenigen Monaten. Eher führer als später, bin ich so sehr gereizt und suche förmlich den Streit mit dem Partner, nur um die Beziehung so schnell und so einfach wie möglich zu beenden. Nach dem “Aus“ fühle ich mich zwar befreit, jedoch deprimiert mich jede neue Trennung von mal zu mal mehr.
    Ich bin gerade mal 21 Jahre jung, aber habe schon jetzt Angst, das Leben alleine meistern zu müssen…Angst davor, nie eine richtige Beziehung über einen längeren Zeitraum führen zu können, dem Partner zu vertrauen, jemanden an seiner Seite zu haben.

  9. sophie 17. September 2012 at 19:50 - Reply

    Vermutlich leide auch ich an Beziehungsunfähigkeit. Meine Beziehungen dauern im Schnitt 1,5 Jahre…danach wird abserviert weil ich dann erst die vielen Fehler sehe die der Mensch hat. Ich war immer auf der Suche nach der “Perfekten Beziehung”, der perfekten Liebe, die es wohl nur in meinem Kopf gibt. Ich bin auf der Suche nach Illusionen, auf der Jagd nach den Schmetterlingen…und kaum sind sie weg, bin auch ich weg. Ich erkannte langsam dass es krank ist und an mir liegt. Ich habe nun wieder einen Partner, doch hier waren die Schmetterlinge schon bald mal weg, obwohl er, im Gegensatz zu den vorigen Partnern sehr einsichtig, lieb, sorgvoll, romantisch,… ist…jemand mit dem man wirklich reden kann, was unternehmen kann und wo eine ehrliche Beziehung möglich ist. Doch mir funken meine Illusionen immer dazwischen. Ich suche förmlich Fehler an ihm. Meine Bilder im Kopf erzählen von einem lässigen Typen, der …ich kann es nicht mal in Worte fassen, es ist einfach ein Gefühl…und es hat schon so viel zerstört. Ich weiß nicht was ich will und ich habe auch keine Ahnung wer mir helfen kann. Ich selbst halte mich immer für einen so guten Partner, aber im Grunde bin ich ein Egoist. Das sehe ich mittlerweile (bin jetzt 30) . Weiß auch nicht wie ich da rauskomme und wie es weitergeht. Ich möchte mich trennen aber irgendwie dann wieder nicht. Er hat erkannt dass ich immer davon laufen möchte, wenn es zu Unstimmigkeiten kommt. Hatte zuvor nie viel Streit in Beziehungen…habe mich immer sehr angepasst. Zu sehr. Gab mich immer selbst auf. Dies versuche ich jetzt anders zu machen aber es ist so schwer. Ich weiß gar nicht was Liebe ist.

  10. Katharina 20. September 2012 at 15:37 - Reply

    Ich bin erschüttert.
    Dieser Artikel beschreibt in schlimmen Phasen mein Innerstes.
    Ich muß dazusagen, dass ich Borderlinerin bin (allerdings ohne den Drang, mich zu verletzen) und immer wieder feststelle, dass dieses Verhaltensmuster einerseits von gewünschter Nähe – und kaum, dass es mir zu eng wird, ich das Gefühl habe, jemanden zu nah an mich herangelassen zu haben- später in brutale Distanz übergeht.
    Mein verletzendes Verhalten hat schon so manchen Ansatz einer Beziehung im Keim erstickt.
    Allerdings habe ich nicht vor, das weiter hinzunehmen und habe mir jetzt professionelle Hilfe genommen. Meine Therapie beginnt in ein paar Tagen.

  11. kurai 7. Oktober 2012 at 21:51 - Reply

    inzwischen habe ich auch festgestellt das ich borderlinerin bin. aber das ändert nicht besonders viel, beziehungsunfähigkeit in den griff zu bekommen ist nicht einfach

  12. karin 26. November 2012 at 11:25 - Reply

    hallo Ich habe meine Beziehung zerstoert durch meine regelrechten aussetzer. Kaum ging es mir in der Beziehung gut dann habe ich angefangen zu streiten,nun hat mein Freund mich rausgeworfen mit recht, bin ich vieleicht auch beziehungsunfaehig

  13. dana 26. November 2012 at 22:27 - Reply

    hm…
    ich bin weiblich, 37, hübsch, witzig, habe viele freunde…bin seit 16 jahren single…ich kann jeden einzelnen satz dieses artikels unterschreiben…und frage mich ob ein teil von mir bereits verkümmert ist, ohne es zu bemerken.

  14. Carina 27. November 2012 at 09:59 - Reply

    Ich habe mir das Beziehungsratgeber.de E-Book gekauft und möchte mich dafür bedanken! Der Inhalt hat mir sehr dabei weitergeholfen meine Ursachen für Beziehungsunfähigkeit zu erkennen und Lösungswege zu beschreiten! 1000 Dank dafür!!!

  15. unwichtig 29. November 2012 at 07:36 - Reply

    Auch ich erkenne mich in diesem Artikel wieder, teilweise aber auch meinen Freund, obwohl es dann doch nicht an ihm liegen kann, denn er hatte immerhin eine sehr lange Partnerschaft und zwei erwachsene Kinder. Ich bin 44 und weiblich. Teilweise führe ich mein Verhalten auf meine bipolare Störung zurück (manisch -depressiv). Auch ich suche nach dem idealen Partner, fühle mich bei jeder Kleinigkeit nicht ausreichend geliebt und dadurch werde ich sehr unfähr und unterstelle meinem Partner dass er mich nicht liebt und kritisiere alles, was ich an ihm nicht mag um mich dann überlegen zu fühlen. Hinterher bereue ich mein Verhalten. Habe wieder große Angst vor dem Alleinsein, gerade weil ich gerade in eine neue Stadt gezogen bin, in der ich noch keine neuen Kontakte aufgebaut habe. Im Moment führe ich meine Beziehung, die gerade mal zwei Monate frisch ist, auf komplizierte Lebensumstände des Partners zurück (Arbeislosigkeit und keinen festen Wohnsitz in Form einer eigenen Wohnung, extrem wenig Geld) Meine Hoffnung ist noch, die Änderung der Lebensumstände und ob ich dann vielleicht doch beziehungsfähig bin. Ich bin gespannt, wie es ausgehen wird

  16. skavi 2. Januar 2013 at 20:31 - Reply

    meine güte, kurai, sunny, sophie und katharina sprechen mir aus der seele. allerdings bin ich immer fest davon überzeugt, dass mich im grunde genommen niemand verdient hat und dass ich alleine sicher am besten zurecht komme. probleme in meiner kindheit hatte ich auch nicht, die war wirklicht recht unbeschwert. bei mir besteht auch verdacht auf borderline, aber von solchen psycho-diagnosen will ich eigentlich nichts wissen. ich weiß ja schließlich, wer ich bin und was ich will. wahrscheinlich ist genau das das problem, dass ich das aber jemals ändern werde, ist eher nicht anzunehmen. schade, ich weiß…

  17. Rob 6. April 2013 at 06:47 - Reply

    Habe nach einem 2 ten versuch nun das handtuch geworfen weis auch das sie dieses problem hat aber sie total eine wand aufgezogen und ich kann ihr nicht mal irgendwie zur seite stehen da sie völlig blockiert.
    Ich hatte keine andere wahl als mich selbst zu distanzieren!
    Sehr schade da ich nicht nur sie sondern auch ihre 5jährige tochter sehr in mein herz geschlossen habe was im übrigen auf gegenseitigkeit beruht, ich denke es ist für mich die vernünftigste lösung da ich überhaupt nichts machen kann.
    Sie bestätigte mir was für ein wertvoller mensch ich bin und auch für ihre kleine aber was nützts ….alle beteiligten sind nun traurig ??? sehr schade ich war seit jahren wieder einmal kurze zeit wieder mal sehr glücklich aber bin zugleich auch dankbar das erlebt zu haben.
    Manche menschen haben nicht einmal das…..
    Lg Rob

  18. Miriam 26. April 2013 at 18:50 - Reply

    Jetzt, wo ich den Artikel gelesen habe, bin ich ziemlich verwirrt, denn Einiges von dem Artikel trifft auf mich zu: Fehler in Anderen förmlich zu suchen, Gefühle verbergen, Freiheit ist das Wichtigste, sich in eigene Projekte (Hobby, Arbeit) stürzen, statt sich mit Anderen zu befassen,
    vor allem aber stoße ich jeden ab, der nur annähernd so etwas wie eine Beziehung von mir will, oft stoße ich sogar Freunde vor den Kopf.
    Aber andererseits, trifft Einiges nicht zu, zum Beispiel bin ich nur selten egoistisch, und meine Kindheit verbrachte ich in einem behüteten Zuhause.
    Doch ist es möglich dass so etwas, es fällt mir sogar schwer dieses Wort nur zu schreiben, wie Beziehungsunfähigkeit, andere Wurzeln hat, zum Beispiel Mobbing, Ausgrenzung,…
    oder bilde ich mir nur ein das diese Beziehungsunfähigkeit auf mich zutrifft, und bin sozusagen ein Hypochondor?
    Naja, habe diesen Kommentar eigentlich nur geschrieben um meeeinnne Gedanken zu ordnen, und Klarheit zu schaffen, vielleicht bin ich ja doch eine Egoistin. *gg*

    Die vorigen Kommentare waren übrigents sehr interessant!

  19. niko 2. Mai 2013 at 21:51 - Reply

    Der Beitrag ist sehr interessant. Ich bin über 20 Jahre verheiratetet und das Verhalten meiner Frau zieht sich wie beschrieben ähnlich durch unsere Ehe. In einem Kommentar schreibt jemand, das Verhalten eines beziehungsunfähigen Menschen würde sich verheerend auf den Partner auswirken. Das kann ich bestätigen. Ich kann nur jedem von so einer Beziehung dringend abraten, denn diese kann den noch gesunden Partner aufgrund seiner Liebe in eine tödlich endende CO-Abhängigkeit ziehen. Ich selbst habe dieses Auf und ab 1000e Male mitgemacht und bin nach ca. 15 Jahren schwer krank geworden, totaler neurologischer Zusammenbruch meines Nervensystems mit der Diagnose MS! Das war alles andere als lustig. Heute 6 Jahre später habe ich mich einigermaßen gesundheitlich und psychisch stabilisiert.
    Ich möchte nicht unterschlagen, dass meine Frau extrem kritisch ist, fast alles verneint was thematisiere, also fast immer eine konträre Meinung zu meiner einnimmt, was mir nicht selten das Gefühl gegeben hat, dass sie mich bloß zu Tode quälen will. Ein schönes Gemeinschaftsgefühl gibt es nur selten und dann für Minuten. Schon eine halbe Stunde später kann es sein, dass Sie mich gefühllos anfährt, wegen einer Nichtigkeit.
    Sie gönnt sich nichts, trägt die alte Kleidung der pubertierenden Söhne von Arbeitskolleginnen auf. Ich wünsche mir mal eine Frau, die sich auch mal für mich schick macht, mal Röcke und auch mal hohe Schuhe trägt. Doch sie wählt als 50 Jährige Kleidung, die selbst meine 73 jährige Mutter noch nicht mals anziehen würde. Sie hat eine top Figur und tolles Haar, ist ein sehr gutaussehender Typ und verhüllt ihren schönen Körper, so dass ich verzweifelt anderen Frauen nachsehen muss, und immer trauriger und verbitterter werde. Es ist zum heulen.
    Sie geht in 10 Jahren 10 Schritte vor und dann 9 zurück – hinkt in ihrer Persönlichkeitsentwicklung hinterher. Ich bleibe dabei auf der Strecke, da ich mich weiterentwickeln möchte und dies auch tue. Habe in den letzten 6 Jahren rund 80 Bücher aus dem Bereich Therapie, Analyse, Paarbeziehung bis hin zu spirituellen Sichtweisen gelesen. Mein Leben sehe ich ganzheitlich von aussen und ich sehe, wie sie sich bei den einfachsten Sachverhalten selbst total im Weg steht und sich blockiert. Das betrifft Gefühle, die sich kaum rauslassen kann – unter dem Deckel gären unbändige Trauer, Wut und Verzweiflung, doch sie ist nach aussen diszipliniert und gefasst. Das bringt mich um. Ich sehe auch mein Leben dahinschwinden weil ich sie so sehr liebe und weil ich ein Mensch bin, der schwer alleine leben kann, ich bin sehr lebendig, meist guter Laune, humorvoll und zum Pferde stehlen bereit, und brauche ein Gegenüber, mit dem ich interagieren kann, um gemeinsam Spass zu haben und sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

    Ich wurde vor 25 Jahren von meiner Ex gewarnt, meine heutige Frau sei ein seltsamer Mensch, – aber sie konnte das nicht spezifizieren.
    Die Ursachen sehe ich in Ihrer Kindheit (früher Tod des Vaters, dann emotionaler Missbrauch durch Mutter und älteren Bruder). Sie hat ein ausgeprägtes Trotzverhalten und will nicht Frau werden sondern Kind bleiben, ist selbst Mutter eines fast 30 jährigen Sohnes, den Sie als Partnerersatz gegen mich hat agieren lassen. Hier ist eine ganz böse Nummer abgelaufen, bis ich total fertig schließlich mehrmals im Krankenhaus lag. Mein Körper reagierte auf dieses unmenschliche Umfeld mit massiver Psychosomatik, bis hin zum Empfinden an einem Herzinfarkt zu sterben.

    Ich kann nur vor diesen Menschen warnen, denn sie ziehen den Partner oft in einen tiefen Sumpf. Sie verwenden alle Energie auf manischen Aktionismus und auf die eigene Zerstörung. In der Familie meiner Frau sind alle Kinder und auch Enkel Extrem-Persönlichkeiten. Alkohol spielt eine große Rolle; er und die Nikotinsucht dient bei den männlichen Betroffenen zur Betäubung des emotionalen Schmerzes, der durch die Selbstverleugnung der eigenen Gefühle entsteht.

  20. Felix 28. November 2013 at 10:40 - Reply

    Ich habe glaube ich auch einen solchen Menschen kennen gelernt. Als Kind wurde meine Partnerin sehr früh zu ihren Grosseltern gegeben, da die Eltern noch sehr jung waren und sich um das Baby nicht kümmern konnten. Danach scheiterte ihre Ehe während sie zwei Kinder im Alter von drei und fünf Jahren hatte und erfuhr im hinterher, dass ihr Ex-Mann sie mit über lange Zeit mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Heute führt ihr Ex-Mann mit dieser ehemals besten Freundin eine Beziehung.
    Wir haben grosse Probleme wenn wir interne familiäre Anliegen besprechen. Sie stellt sich sofort vor ihre Kinder und reagiert sofort mit Abwehr oder Gegenargumenten.
    Wir haben mittlerweile ein Kind zusammen, bei diesem gibt es noch keine Konflikte, weil es sehr pflegeleicht ist. Aber sobald es um die anderen beiden Kinder geht, werde ich sofort harrsch angefahren oder bekämpft.
    Ich weiss nicht, ob es sich hier um eine Beziehungsunfähigkeit handelt, jedoch habe ich das Gefühl, das sie die Vergangenheit nie verarbeitet hat und ihre Kinder über allem stehen, sogar über dem Partner……….

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