Flirten am Arbeitsplatz

Der durchschnittliche Bürger verbringt einen erheblichen Teil seines Lebens auf der Arbeit. Je nach Lage und Größe des Betriebs kommen da viele Menschen miteinander in Kontakt. Da ist ein spielerisches Annähern von Mann und Frau nahezu vorprogrammiert. Ebenfalls vorprogrammiert sind auch die weit reichenden Konsequenzen, die auf einen zukommen können, wenn beim Flirt am Arbeitsplatz einige Regeln verletzt oder verschiedene Dinge einfach nicht bedacht werden. Damit niemand mehr eiskalt von seiner Flirtwolke Nummer 7 geholt werden muss, gibt es hier ein paar nützliche Punkte, die für den Flirtalltag im Büro oder in der Abteilung ausreichend wappnen.

Wie viel Tiefgang soll das haben?

Zuerst sollte man sich im klaren darüber sein, dass sich aus jedem scherzhaften Flirt etwas Ernstes entwickeln kann, vollkommen unabhängig davon, mit welcher Intention an die Sache herangegangen wird. Sich plötzlich zu verlieben und dann am Ende des Tages vor der vollendeten Tatsachen zu stehen, dass die süße Blonde aus dem Rechnungswesen die Frau ist, die man(n) schon lange gesucht hat oder dass der neue Azubi aus dem Marketing der Traumprinz schlechthin ist, mag eine lebensaufwertende Sache sein. Aber Flirts, Liebeleien und eventuell private Treffen mit Tiefgang können auch Konflikte hervorrufen. Sollte sich daraus etwas entwickeln, was dann wieder in die Brüche geht, ist es dem Arbeitsklima nicht zuträglich, dem oder der Verflossenen tagtäglich am Arbeitsplatz zu begegnen.

Wenn man selbst zum Focus wird

Gerade wenn’s um das Thema der knisternden Zwischenmenschlichkeit geht, bekommen die Kollegen spitze Ohren und lange Hälse. Selbst die teilnahmslosesten Zeitgenossen können zu neugierigen Sensationshaschern mutieren, wenn sie mitbekommen, dass zwischen zwei der Kollegen eine frische Flirtatmosphäre herrscht.

Wer am Arbeitsplatz gerne flirtet, muss damit rechnen, dass auch über ihn gesprochen wird. Und wer der Meinung ist, es kontrollieren zu können, ob gut oder schlecht über ihn geredet wird, dem sei gesagt, dass er sich auf dem Holzweg befindet. Und zwar auf der großen Hauptstraße aller Holzwege. Warum das so ist, ist eigentlich ganz einfach. Auch wenn die Werbung was anderes von sich behauptet und jeden Tag Meinungsbilder formt: Nichts ist so schlecht zu kontrollieren, wie die Meinungen und Reaktionen seiner Arbeitskollegen.

Im Folgenden werden einige mögliche Meinungsspektren von Arbeitskollegen unter die Lupe genommen:

Neid

„Warum springt sie auf sein albernes Rumgehampel an und nicht auf meine intelligenten Sprüche?“ Es gibt Kollegen, die werden bei bestimmten Damen in der Abteilung niemals auch nur den Hauch einer Chance haben. Der Neid derer ist einem dann auf jeden Fall sicher, wenn die eigenen Flirtversuche Früchte tragen. Das gilt bei Damen im übrigen andersrum genauso.

Schadenfreude

Die Sekretärin flirtet mit dem neuen Sachbearbeiter. Der neue Sachbearbeiter weiß nicht, dass die gute Dame drei geschiedene Ehen hinter sich gebracht und finanziell mittlerweile fast ausgesorgt hat. Alle Ehen begannen als harmlose Büroflirts. Der Sachbearbeiter wundert sich, dass sich seine Kollegen in der Kaffeestube lauthals lachend auf die Schenkel klopfen, allerdings nur dann, wenn er nicht dabei ist.

Pure Sensationslust

Es ist so, es gibt sie einfach: Menschen, die nur dann ein zufriedenes Leben führen, wenn sie alle Neuigkeiten sämtlicher Brisanzabstufungen in sich aufsaugen und in multiplizierter Form weiterverbreiten können. Wer beim Flirten am Arbeitsplatz beobachtet wird, muss nicht nur in Kauf nehmen, dass über ihn gesprochen wird, sondern dass er mit seinem Flirtpartner im Materiallager auch schwerwiegende Sauereien betreibt. Ob es stimmen mag oder nicht: Einige werden es felsenfest behaupten!

Genug ist genug: Wenn es zuviel des Guten wird

Gegen einen forschen Spruch oder eine nette Anspielung hat mit Sicherheit niemand etwas einzuwenden, allerdings muss hierbei darauf geachtet werden, dass die Grenzen des guten Geschmacks und der guten Sitten eingehalten werden. Denn es gibt ihn, den Paragraphen zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Eine Warnung also in die Richtung aller, denen im Zuge scherzhafter Balzrituale gerne mal die fünf Finger entgleiten. Folgende Punkte klären über die „No-Gos“ beim Flirt am Arbeitsplatz auf und sollten unbedingt beachtet werden:

Auf keinen Fall anfassen!

Besonders männliche Kollegen sind schnell dabei: Im Vorbeigehen wird der netten Dame schnell mal ein gut gemeinter Klaps auf das stramme Gesäß verabreicht. Das geht selbstverständlich nicht und sollte von den Herren der Schöpfung tunlichst unterlassen werden. Für Damen gilt das im übrigen auch. Zwar wird der werte Kollege nicht gleich zum Chef rennen und sich für eine Abmahnung der guten Frau einsetzen. Es ist aber damit zu rechnen, dass er mit dieser Attacke auf das beste Stück seiner Heckseite vor seinen Kollegen und Freunden prahlen wird. Nicht zwingend öffentlich, aber immerhin. Wer also nicht als Gesprächsstoff für feuchtfröhliche Männerrunden herhalten möchte, sollte hier etwas vorsichtiger agieren.

Auf die Wortwahl achten

Am Arbeitsplatz kommt es auf die Leistung an, was aber nicht bedeutet, dass man sich gleich alles leisten darf. Lockere Sprüche können schnell falsch aufgefasst werden und zu direkte Anspielungen können den Gegenüber in Verlegenheit bringen. Eine gesunde Dezenz ist hier angesagt. Auch sollte darauf geachtet werden, in welcher Position sich der Kollege befindet. Hat er zum Beispiel eine leitende Funktion, sollte er nicht unbedingt vor seinen Angestellten drangsaliert werden. Da er vor seinen Untergebenen Überlegenheit demonstrieren muss, sind die Gegenreaktionen nur schwer vorauszusehen.

Auf die Vaterrolle verzichten

Wenn eine Kollegin Hilfestellung braucht, weil sie etwas nicht versteht, sollten die Herren darauf verzichten, während des Erklärens väterlich den Arm um ihre Schultern zu legen. Diese Methode aus dem Arsenal vorsintflutlicher Flirtkünste ist einfach nur peinlich. Eine Dame lässt ja nun auch kein Taschentuch mehr fallen, damit der Mann es ihr bringt.

Flirten mit dem Boss, Komplimente an die Chefin?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Nein! Vorgesetzte wie Abteilungsleiter, Geschäftsführer, Gesellschafter oder Vorstandsmitglieder haben aufgrund ihrer verantwortungsvollen Positionen zu den innerbetrieblichen Abläufen ein ganz anderes Verhältnis als der gemeine Arbeitnehmer. Auch existiert für sie ein anderes Arbeitsklima. Eine typische Führungskraft, die ihre Aufgabe ernst nimmt, überlegt sich ganz genau, wie an den Mitarbeiter heranzutreten ist. In diesem Machtgefälle wird das zwischenmenschliche Verhältnis von einer ganz anderen Basis getragen.

Ein paar Tipps zum Schluss

Generell kann Flirten am Arbeitsplatz eine schöne und vor allem erquickende Sache sein. Vor einem Flirtversuch sollten aber alle wichtigen Aspekte berücksichtigt werden, nur dann kann die Sache auch in richtige Bahnen verlaufen. Letzten Endes entscheidet auch die individuelle Situation eine jeden einzelnen, was alles im Bereich des Möglichen liegt. Ein nettes Augenzwinkern am Kaffee-Automaten, eine nette Bemerkung zum Make-up und zur Frisur sind gute Einstiegsmöglichkeiten für einen Flirt am Arbeitsplatz. Und wer ein wenig Erfahrungen in solchen Dingen hat, wird sehr schnell herausfinden können, was alles im angemessenen Rahmen liegt und auf welche Strategien besser verzichtet werden sollten.

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